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Wie klingt Freiheit? Ist es das Geräusch eines belebten Platzes, die Stille eines Ortes, an dem man sich wohlfühlt, der Gesang der Vögel, eine Stimme, das Öffnen einer Tür? Oder vielleicht ein Klang, den man nur in sich selbst hören kann?

Im Rahmen der Ausstellung état bruit lud die Konschthal das Publikum ein, dieser Frage in einem partizipativen Klangprojekt nachzugehen, das vom Liquid Penguin Ensemble, bestehend aus Katharina Bihler und Stefan Scheib, durchgeführt wurde.

Über mehrere Wochen waren die Besucherinnen eingeladen, ihre ganz persönliche akustische Vorstellung von Freiheit zu teilen. Eine Aufnahmekabine am Eingang der Konschthal sowie an einigen Mittwochnachmittagen auf der Place Brill boten allen die Möglichkeit, eine Nachricht zu hinterlassen: einen Klang zu beschreiben, den sie mit Freiheit verbinden, von einem Ort zu erzählen, an dem sie sich frei fühlen, oder einen Ort vorzuschlagen, den die Künstlerinnen erkunden und aufnehmen könnten.

Aus den Beiträgen entstand eine Sammlung von Geschichten, Erinnerungen, Orten und Klängen, die ganz unterschiedliche Erfahrungen von Freiheit widerspiegeln. Auf Grundlage dieser Beiträge machten sich Katharina Bihler und Stefan Scheib auf die Suche nach den vom Publikum genannten Klängen – in Esch, in Luxemburg und darüber hinaus.

Die Aufnahmen wurden anschließend zu einem kollektiven Klangstück zusammengeführt, das von den Stimmen und Vorstellungen der Teilnehmer*innen geprägt ist. Im Rahmen der Ausstellung an einer Hörstation präsentiert, eröffnet die Arbeit einen anderen Zugang zum Thema Freiheit – nicht als abstrakte Idee, sondern als persönliche, intime und vielfältige Erfahrung.

Das Projekt lädt dazu ein, der Welt um uns herum zuzuhören – und sich selbst zu fragen: Wie klingt Freiheit für Sie?

Künstler*innen: Liquid Penguin Ensemble (Katharina Bihler & Stefan Scheib)