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11:00 - 18:00

Als Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem KIOSK in Gent und der Konschthal Esch ist Anatomies of Use die erste Ausstellung, bei der Konschthal mit einer grenzüberschreitenden Institution kooperiert, um ihre Missionder Förderung luxemburgischer Künstler:innen weiterzuführen. Initiiert wurde die Ausstellung von Simon Delobel, Direktor des KIOSK. Sie erfolgt in Form einer Einladung an die Konschthal Esch und profitiert von der Co-Kuration durch Charlotte Masse, Kuratorin für Ausstellungen an der Institution.

Das Projekt setzt die Reflexion fort, die in Hisae Ikenagas Einzelausstellung Phantom Limbs, präsentiert 2024 in der Konschthal Esch, begonnen wurde. Es untersucht die Nutzung, Transformation und Umwidmung alltäglicher Objekte.

Für ihre erste Einzelausstellung in Belgien präsentiert die mexikanisch-japanische Künstlerin Hisae Ikenaga rund zwanzig Werke, die bestehende Arbeiten mit neuen Produktionen kombinieren. Der Titel Anatomies of Use verweist auf die subtilen Verschiebungen, die ihre Praxis strukturieren: Veränderungen von Funktion, Status und Bedeutung. Industrielle und häusliche Objekte werden gesammelt, transformiert und neu konfiguriert; ihre ursprüngliche Nutzung wird ausgesetzt, ihre Vertrautheit in Frage gestellt. Diese Eingriffe erzeugen hybride Assemblagen, die sich in einem disziplinären Zwischenbereich befinden und einen Raum der Unbestimmtheit eröffnen, in dem neue Nutzungen und Erzählungen entstehen können.

Unter ihren neuen Arbeiten erweitert eine erste Serie von Keramiken diese Reflexion durch die Form des Zylinders. Inspiriert von industriellen Walzwerken und in Anlehnung an das Stahlproduktionserbe Luxemburgs, werden diese Formen gleichzeitig zu Volumen, Matrize und Abdruck einer Geste. Im neuen Kurzfilm Soft Dissection treffen handwerkliches Können und medizinische Techniken aufeinander und schaffen einen ambivalenten Raum zwischen Werkstatt und Labor.

Durch diese Verschiebungen — vom Werkzeug zum Objekt, von der Geste zum Bild — entwickelt Ikenaga eine Archäologie der Gegenwart, in der jede Form zugleich Spur, Skulptur und Frage wird.

Zusätzliche Information

  • Art Kommende Ausstellung
  • Künstler/in, Künstler/innen Hisae Ikenaga
  • Ort Extra muros
  • Kurator/in, Kuratoren/innen Simon Delobel, Direktor des Kiosk, und Charlotte Masse, Kuratorin und Ausstellungsleiterin der Konschthal Esch

Biografie

Geboren 1977 in Mexiko-Stadt, lebt Hisae Ikenaga seit über zwanzig Jahren in Europa und ist derzeit in Luxemburg ansässig. Seit den frühen 2000er-Jahren entwickelt sie eine Praxis, die sich auf Skulptur konzentriert. Sie studierte Kunsttheorie und Visuelle Künste in Mexiko, Kyoto, Barcelona und Madrid.

Ihre Arbeiten zeigen eine Faszination für die Beständigkeit von hergestellten Objekten: deren geplante Obsoleszenz, ihre Fähigkeit zur Transformation und ihr Potenzial, neue Lebensformen aufzunehmen. Jedes Werk verkörpert eine Spannung zwischen industriell und handwerklich, zwischen der kalten Strenge der Produktion und der fragilen Wärme der menschlichen Hand.

Hisae Ikenaga wird vertreten durch die Galerie Nosbaum Reding, Luxemburg / Brüssel, und die Galerie Max Estrella, Madrid.

Hisae Ikenaga wurde bei der Produktion einer neuen Serie von Keramikarbeiten großzügig von der Schleich-Lentz-Stiftung unterstützt.
In Zusammenarbeit mit Kultur | lx – Arts Council Luxembourg.

Praktische Informationen

Vortrag im Cirque-Auditorium: 04.04.2026, 14 Uhr
Eröffnung: 04.04.2026, 15–18 Uhr
Die Ausstellung ist täglich von 12 bis 18 Uhr bis zum 07.06.2026 geöffnet – Eintritt frei
KIOSK, Louis Pasteurlaan 2, 9000 Gent, Belgien https://kiosk.art

KIOSK wird unterstützt von der flämischen Gemeinschaft, der Stadt Gent und der KASK & Conservatorium School of Arts, Gent.